Dafür setzen wir uns ein

Wohnen ist ein Menschenrecht, sagt der Artikel 16 der europäischen Sozialcharta, nur ist das in München für eine durchschnittliche Familie kaum mehr bezahlbar.  Die Bodenpreise sind der Hauptgrund.

Wir danken der Landeshauptstadt, dass sie den genossenschaftlichen Wohnungsbau durch günstige Grundstücke fördert.

 

Unser Interesse ist es, in dieser Stadt zu wohnen und unsere Kinder hier aufwachsen zu lassen, ohne Angst vor Kündigung oder unbezahlbaren Mieten.

Unser Interesse ist es nicht, mit Wohneigentum zu spekulieren. Wir wollen ein Beispiel für nachhaltiges und soziales Wohnen geben und Andere dazu anstiften.

Darum haben wir uns zu einer Genossenschaft zusammengefunden und das dargestellte Konzept für ein Familien-Wohnhaus in der Metzgerstrasse 5a entwickelt.

 

Gegenstand der Genossenschaft

Zweck der Genossenschaft ist die Bereitstellung von Wohnraum für ihre

Mitglieder und die Förderung eines nachhaltigen, preiswerten und sozial

verträglichen Wohnungsbaus. 

 

Eine Genossenschaft ermöglicht die lebendige soziale Mischung von Jung und Alt, kinderlosen und kinderreichen Familien, von Menschen mit und ohne Behinderung. Eine solche Mischung streben wir an und sie wird in der Bauplanung sichtbar.

 


Ziele

Die Genossenschaft hat das Ziel, von der städtischen Gesellschaft MGS das Grundstück in der Metzgerstrasse 5a käuflich oder in Erbpacht zu erwerben und auf dem Grundstück ein Wohnhaus zu bauen. 

 

Das Haus wird zukunftsweisend sein, was Ressourcenverbrauch, Energiebedarf, Flexibilität der Grundrisse und niedrige Baukosten betrifft. Das realisierte Projekt soll beispielhaft werden für die sozialverträgliche Nachverdichtung im Bestand und die Erhaltung der sozialen Struktur eines Viertels.

 

Das sehr kleine Grundstück ermöglicht nur eine Wohnung je Geschoß. Ein 

offener Grundriss mit veränderlichen Zwischenwänden ermöglicht die 

Anpassung der Wohnung an veränderte Bedürfnisse und Ansprüche. 

 

Die Wohnungen sind barrierefrei und werden durch einen rollstuhlgerechten Aufzug erschlossen.

 

Im Erdgeschoß sind eine behindertengerechte Wohnung zur Hofseite und ein öffentlich zugänglicher Ausstellungsraum an der Straßenseite geplant. So fördern wir die Inklusion und die soziale Vernetzung im Viertel.

 

Im Kellergeschoss haben wir einen Hauswirtschafts- und Werkraum mit natürlicher Belichtung und Belüftung als Treffpunkt für Bewohner und Nachbarn eingeplant.

 

Fahrradkeller und Tonnenraum halten den nachbarschaftlich genutzten Hof frei für Erholungszwecke.

Mittel

Der Genossenschaft wird der Erwerb des Baugrundes möglich durch die für Genossenschaften subventionierten Grundstückskosten. 

 

Erbpacht wäre unser bevorzugtes Modell, es erleichtert der Genossenschaft die Finanzierung und die Stadt München behält langfristig die Verfügungsgewalt über ihre Grundstücke.

 

Für die Planungsrechnung gehen wir aber vom Kauf des Grundstücks aus.

 

Die Mitglieder, die einen Nutzungsvertrag erhalten wollen, stellen über ihre Pflichtanteile hinaus anteilig Eigenkapital für den Bau zur Verfügung, indem sie weitere Genossenschaftsanteile erwerben. Die restlichen 75% der Kosten werden zu marktüblichen Konditionen finanziert.